Der Gollinger Wasserfall

Für alle Fans von Wasserfällen hält das österreichische Tennengau ein echtes Highlight bereit: Der Gollinger Wasserfall.

Über insgesamt 76m ergießt sich das Wasser in zwei Fallstufen in die Tiefe. Dieser Wasserfall hat auch den Vorteil, dass er recht einfach zu erreichen ist. Die Gehzeit bis zur ersten Fallstufe beträgt ca. 10 Minuten, das Ende der Tour ist in ca. 30 Minuten erreicht. Es empfiehlt sich, zumindest bei Wind, eine leichte Regenjacke und, obwohl der Weg recht einfach zu gehen ist, rutschfestes Schuhwerk, da der Boden meist recht feucht ist.

Den Gollinger Wasserfall erreicht man über die A10 Tauernautobahn. Vom Deutsch/Österreichischen Grenzübergang bei Salzburg ist man ca. 20 Minunten unterwegs bis zur Autobahnausfahrt Golling. Im Ort Golling angekommen fährt man am Feuerwehrhaus vorbei und am Bahnübergang über die Gleise. Ab dort ist der Wasserfall ausgeschildert.

Von Parkplatz aus führt der Weg direkt zum Kassenhäuschen (EUR 2,50 für Erwachsene) und von dort weiter zur ersten Fallstufe.

Doch schon bevor diese, innerhalb von ca. 10 Minuten erreicht ist, gibt es direkt am Fluß ein sehenswertes Fotomotiv: Eine alte verlassene Mühle direkt am Bach:

Wer allerdings ein Foto aus dieser Perspektive machen will, der muss ein wenig abseits des Weges wandern. Nach diesem Zwischenstopp geht es noch einmal um die Kurve und die erste Fallstufe ist erreicht:

Wunderschön stürzt das Wasser hier über rund 25 Metern in die Tiefe. Wenn es windig ist, wird spätestens hier klar, warum eine leichte Regenjacke und für die Fotografen ein Mikrofasertuch keine schlechte Idee ist. Oftmals ist hier ein ordentlicher “Wassernebel” in der Luft. Der Weg wird nun steiler, bleibt aber immer gut zu gehen, da er mit Trittstufen und Geländer gesichert ist. Als nächstes folgt ein Aussichtspunkt, der wirklich interessant anzuschauen (aber kaum vernünftig zu fotografieren) ist: Die obere Fallstufe fällt nämlich hinter einer Felswand herab und hat schießt dann durch ein Loch im Fels nach vorne. In Amerika würde man sagen: Der Wasserfall fließt durch eine “Natural Bridge”.

Über eine Brücke geht es nun auf die andere Seite des Wasserfalls und innerhalb weniger Minuten sind die beiden letzten Aussichtspunkte erreicht. Zuerst folgt die Aussichtsbrücke oberhalb der zweiten Fallstufe:

Und nur wenig oberhalb erreicht man dann die Quellhöhle. Das obere Ende ist nämlich eine weitere Besonderheit des Gollinger Wasserfalls: Denn man findet hier oben keinen Fluß vor, sondern das Wasser fließt direkt aus einer Höhle des Bergmassivs:

Ein wirklich sehr schönes Ziel, welches auch recht einfach zu erreichen ist. Auf Grund der Lage unweit von Salzburg, bzw. direkt an der Tauernautobahn, welche für viele ja eine beliebte “Ferienautobahn” darstellt, läßt sich der Gollinger Wasserfall wunderbar mit anderen Zielen verbinden.